Bildung für Mädchen und junge Frauen

Adelhausenstiftung

Seit Jahrhunderten engagiert sich die Adelhausenstiftung für die Bildung und Ausbildung von Mädchen und Frauen in Freiburg – mit Stipendien, Projekten und gezielter Unterstützung auf ihrem Weg in die Zukunft. 

Geprägt von Spiritualität

Die Adelhausenstiftung hat ihre Wurzeln im Dominikanerinnenkloster Adelhausen, das 1234 gegründet wurde. Es wurde zu einem bedeutenden Ort weiblicher Spiritualität und Mystik. Zeugnisse dieser Zeit stammen von  Anna von Munzingen (Anfang 14. JH.) oder sind als mittelalterliche Buchmalereien oder Textilien erhalten.  

Vom Kloster zur weltlichen Stiftung

Um die gesellschaftlichen Umbrüche der Aufklärung zu überleben, legten die Adelhauser Dominikanerinnen 1786 ihre Lebensweise in Klausur ab und begannen eine Mädchenschule zu betreiben.  

Das Kloster Adelhausen wurde schließlich 1806/1811 aufgehoben, sein Vermögen verstaatlicht. In ein „Weibliches Lehr- und Erziehungsinstitut“ umgewandelt, konnten die Nonnen das Gebäude weiterhin bewohnen, bewirtschaften und eine gut besuchte Mädchenschule führen. 
1867 wurde die Einrichtung im Zuge des Badischen Kulturkampfes endgültig geschlossen. Das Vermögen ging in eine „katholische weltliche Stiftung für alle Stufen des Unterrichts der weiblichen Jugend in Freiburg“ über. 

Auch das Frauenkloster St. Ursula wurde 1877 säkularisiert und sein Vermögen in eine weltliche Ortsstiftung umgewandelt. Letztendlich wurden beide Stiftungen 1978 zur heutigen Adelhausenstiftung Freiburg zusammengeführt. 

Von 2009 bis 2013 wurde das denkmalgeschützte Adelhauser Kloster in der Freiburger Altstadt umfassend saniert. Heute ist es Sitz der Stiftungsverwaltung Freiburg

Kunsthistorische Schätze

Zum Vermögen der Adelhausenstiftung gehören historische Gebäude wie die Kirche St. Ursula und die Adelhauser Kirche sowie wertvolle kunsthistorische Sammlungen
Die Bestände stammen überwiegend aus klösterlichem Besitz und umfassen Bildwerke, mittelalterliche Textilien, Gold- und Silberschmiedearbeiten, Handschriften, Möbel, Reliquien und Devotionalobjekte. 

Besonders bedeutend sind: 

  • der Adelhauser Tragaltar (um 800)
  • hochgotische Wandbehänge mit figürlichen Szenen wie der sogenannte „Maltererteppich“ (um 1320)
  • Bildwerke des Meisters Hans Wydyz (um 1500)
  • die beiden „Liebenauer Vortragekreuze“ (1342 und 15. Jahrhundert) 

Viele dieser Stücke sind als Leihgaben im Augustinermuseum Freiburg ausgestellt und können dort besichtigt werden. 

Förderung von Bildung und Ausbildung

Die Adelhausenstiftung unterstützt auch heute vor allem katholische Mädchen und junge Frauen in Freiburg in ihrer schulischen und beruflichen Entwicklung. 
Sie vergibt Stipendien an Studierende und Schüler*innen, unter anderem in Kooperation mit: 

 
Mit dem Ausbildungsprojekt AUFTAKT schafft die Stiftung gezielt Einstiegs- und Ausbildungsmöglichkeiten für Frauen in Berufen der Altenhilfe.  

Information

Hier finden Sie die Satzung der Adelhausenstiftung als PDF zum Herunterladen.

Wir sind für Sie da!

Wenn Sie weiterführende Informationen oder ein Gespräch wünschen, stehen wir Ihnen gerne telefonisch oder persönlich zur Verfügung.

Adelhausenstiftung

Direktion Stiftungsverwaltung Freiburg

0761 2108 111 direktionsv-frde

Adelhauser Str.33
79098 Freiburg