31.12.2025

Einblick in die kommunalen Stiftungen

Essay

Durch mein duales Studium sammle ich Einblicke in die verschiedenen Arbeitsbereiche der Stiftungsverwaltung Freiburg. Derzeit bin ich im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit eingesetzt. Dabei habe ich viel über kommunale Stiftungen gelernt und gemerkt, wie wichtig die Arbeit der Stiftungsverwaltung für das Gemeinwohl und das Zusammenleben in Freiburg ist. 

Kommunale Stiftungen verfolgen immer das Ziel, öffentliche Aufgaben dauerhaft zu fördern. Anders als kurzfristige Zuschüsse schaffen sie eine nachhaltige Basis: Das Stiftungskapital, also das sogenannte Grundstockvermögen, bleibt in der Regel unangetastet. Die daraus erwirtschafteten Erträge fließen kontinuierlich in gemeinnützige Projekte. Eine Stiftung ist somit eine Einrichtung, die mit einem bestimmten Vermögen den festgelegten Zweck vom Stifter*in verfolgt. Menschen geben ihr Vermögen in eine Stiftung, um sich langfristig für gemeinnützige Zwecke zu engagieren mit dem Gedanken, dass ihre Unterstützung auch künftigen Generationen zugutekommt. 

Das übergeordnete Ziel der kommunalen Stiftungen ist die Förderung des Gemeinwohls. Sie übernehmen öffentliche Aufgaben und machen sich diese bewusst zum Auftrag. Die Arbeit der Stiftungsverwaltung reicht von der Altenhilfe über die Kinder- und Jugendhilfe bis hin zur Förderung von Studierenden, Schüler*innen und jungen Menschen im Handwerk. Die Stiftungen geben Menschen ein Zuhause – sei es in Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen für Kinder und Jugendliche, durch Mietwohnungen oder über Erbbaurechte. Sie schaffen soziale Sicherheit, fördern Selbstbestimmung, erhalten Lebensperspektiven und ermöglichen gesellschaftliche Teilhabe. 

Besonders wichtig finde ich, dass Stiftungen verlässlich sind. Sie bleiben bestehen, auch wenn sich politische oder finanzielle Rahmenbedingungen ändern. Gerade in Zeiten begrenzter öffentlicher Mittel sind sie unverzichtbar, weil sie langfristig denken und handeln. Für mich wurde dabei deutlich, wie viel Verantwortung Stiftungen tragen und wie viele Angebote und Projekte ohne dieses Engagement gar nicht existieren würden. 

In meiner Arbeit in der Öffentlichkeitsarbeit darf ich genau diese Aspekte sichtbar machen. Ich kümmere mich unter anderem um Instagram-Beiträge, drehe und schneide Videos, gestalte Plakate für Veranstaltungen und unterstütze bei der Aktualisierung der Homepage. Es geht nicht um klassische Werbung, sondern darum, mit echten Geschichten sichtbar zu machen, was die Stiftungen leisten. 
Ich finde es schön zu sehen, welche tollen Aktionen durch das Engagement vieler Menschen entstehen. Ein Beispiel ist der ehrenamtliche Nikolaus, der einfach das macht, was er gerne tut – singen und Gitarre spielen. Für die älteren Menschen in den Einrichtungen ist das etwas ganz Besonderes. Vor allem in der Weihnachtszeit waren die Einrichtungen sehr lebendig: Es wurden Weihnachtslieder gesungen, gemeinsam gebacken und Glühwein getrunken. In diesen Momenten durfte ich oft dabei sein, filmen, Gespräche führen und Stimmungen einfangen. 

Ich habe viele verschiedene Videos mit ganz unterschiedlichen Menschen gedreht und jedes Mal konnte ich spüren, dass alle dasselbe Ziel haben: miteinander für mehr Menschlichkeit. Für mich macht die Arbeit in der Öffentlichkeitsarbeit genau das besonders – durch echte Geschichten und Erlebnisse wird die Arbeit der Stiftungsverwaltung sichtbar. Es ist eine Arbeit, hinter der ich stehen kann. 

Aus meiner Zeit in der Stiftungsverwaltung nehme ich vor allem eines mit: soziale Verantwortung ist kein abstrakter Begriff, sondern sie wird im Alltag durch Ehrenamtliche, Mitarbeitende und viele Menschen im Hintergrund gelebt. Ich habe gelernt, dass Helfen nicht immer laut oder groß sein muss – oft reicht es, einfach da zu sein. Wie würde unsere Stadt aussehen, wenn jede*r ein kleines Stück Verantwortung übernimmt?  

.                                                                 J.D. Studentin, Kommunale Stiftungen Freiburg

Kontakt

Öffentlichkeitsarbeit Stiftungsverwaltung Freiburg