Neuer Stiftungsrat

Mit der Kommunalwahl hat sich der Freiburger Gemeinderat verändert. Dies bewirkt auch einen Wechsel im zehnköpfigen Stiftungsrat der kommunalen Stiftungen.


 Anfang Oktober fand die konstituierende erste Stiftungsratssitzung statt. Damit verbunden waren die Würdigung und das Ausscheiden von insgesamt sechs langjährigen Stiftungsrätinnen und –räten sowie die feierliche Einführung sechs neuer Mitglieder, die sich nun ebenfalls für die kommenden fünf Jahre im Aufsichtsgremium der kommunalen Stiftungen engagieren werden.

 

Margot Queitsch verlässt nach knapp 30 Jahren den Stiftungsrat

Mit Margot Queitsch (SPD) verlor der Stiftungsrat eine seiner dienstältesten Stiftungsrätinnen überhaupt. Die Kommunalpolitikerin engagierte sich seit 1990 für die Stiftungen. Sie machte sich stark für ein würdevolles Altern und gleiche Chancen für junge Menschen. In den 29 Jahren als Stiftungsrätin stellte sich Margot Queitsch verschiedenen politischen Anforderungen, so war sie u.a. auch Mitglied im Landtag von Baden-Württemberg. Dem Stiftungsrat hielt sie durchweg die Treue.

 

Verabschiedung von zwei engagierten Sozialpolitikerinnen:

Dr. Ellen Breckwoldt und Birgit Woelki

Dr. Ellen Breckwoldt (CDU) und Birgit Woelki (Bündnis 90/Die Grünen) verließen nach rund 20-jähriger Tätigkeit ebenfalls das Gremium. Zwei äußerst erfahrene Sozial- und Bildungspolitikerinnen, die sich für Seniorinnen und Senioren, Studierende und benachteiligte Kinder und Jugendliche gleichermaßen eingesetzt hatten und denen die Chancengleichheit am Herzen lag, begeben sich in den Ruhestand. Birgit Woelki war zudem zehn Jahre lang stellvertretende Vorsitzende des Stiftungsrates. Dr. Ellen Breckwoldt leitete viele Jahre als Vorsitzende den Stadtseniorenrat Freiburg.

 

Danke an Professor Lothar Schuchmann, Dr. Wolf-Dieter Winkler und Manfred Stather

Ebenfalls in ihrer Arbeit gewürdigt wurden Professor Lothar Schuchmann (Unabhängige Listen), Dr. Wolf-Dieter Winkler (Freiburg Lebenswert) sowie Manfred Stather (Freie Wähler). Durch seine Tätigkeit als Kinderarzt brachte sich Lothar Schuchmann mit wertvollem fachlichem Wissen in der Sozialkommission ein und gab mit seinem sicheren Gespür für soziale Benachteiligung hilfreiche Anregungen. Wolf-Dieter Winkler setzte sich als Naturwissenschaftler für alle Belange der Nachhaltigkeit ein und unterstützte das Gremium mit dem sachlichen konstruktiven Blick eines Physikers. Als Vertreter des Handwerks hatte Manfred Stather die Probleme, junge Menschen für das Handwerk zu gewinnen und zu begeistern, im Blick und bereicherte den Stiftungsrat mit seiner unternehmerischen Kompetenz.

Alle sechs ausgeschiedenen Stiftungsrätinnen und Stiftungsräte haben das Aufsichtsgremium der kommunalen Stiftungen mit großem Engagement und mit all ihrer jeweiligen fachlichen Kompetenz in großartiger Weise unterstützt. Mit herzlichen Worten verabschiedete sie der Oberbürgermeister und Stiftungsratsvorsitzende Martin Horn.

 

Nächste Generation rückt in den Stiftungsrat nach

Jede Verabschiedung ist begleitet von einem Neuanfang. Sechs neue Gemeinderätinnen und Gemeinderäte rückten nach und werden im Adelhauser Kloster die Arbeit der Stiftungsverwaltung nun für die kommenden fünf Jahre mit je eigenen Impulsen begleiten. Mit Vanessa Carboni und Jan Otto kommen zwei Vertreter der jüngeren Generation von Bündnis 90/die Grünen erstmals in den Stiftungsrat. Weitere neue Namen sind Julia Söhne (SPD), Ramon Kathrein (JUPI), Christoph Glück (FDP) sowie Claudia Feierling (Freie Wähler). Sie wurden von Martin Horn herzlich begrüßt und per Handschlag auf die Satzung verpflichtet. Stellvertretende Stiftungsratsvorsitzende ist nun Pia Federer.

 

Engagement für die Bürgerinnen und Bürger von Freiburg

Als Aufsichtsgremium begleitet der Stiftungsrat die Arbeit der kommunalen Stiftungen. Von den zehn Mitgliedern, die von den Fraktionen des Freiburger Gemeinderates entsendet werden, sind mit Pia Federer (Bündnis 90/Die Grünen), Bernhard Schätzle (CDU), Monika Stein (Eine Stadt für alle) und Karin Seebacher (SPD/Kulturliste) nur noch vier Personen aus dem vorigen Stiftungsrat vertreten. Vier bis fünf Mal pro Jahr tagt der Stiftungsrat, weitere Sitzungen finden in den Ausschüssen (Sozialkommission, Vergabekommission, Finanzkommission, Stipendienvergabe) statt.

Das Augenmerk liegt auf dem Erhalt des Stiftungsvermögens und in der Erwirtschaftung von Erträgen, um damit die jeweiligen Stiftungszwecke zu erfüllen. Der Stiftungsrat hat bei allen Entscheidungen steht das Wohl der Menschen von Freiburg im Vordergrund - eine schöne Aufgabe, die trotz knapper werdender Finanzen immer noch Handlungsspielräume eröffnet.

 

Text: Antigone Kiefner