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Schwarzes Kloster
Nach zwei vergeblichen Versuchen (1653 und 1667) gelang 1696 die Ansiedlung der Ursulinerinnen in Freiburg. Jesuiten, einige einflußreiche Bürger und das Gouvernement der seit 1677 französischen Breisgaustadt erwirkten beim Magistrat die Aufenthaltserlaubnis für die Schwestern, die sich einer am Vorbild der Jesuiten ausgerichteten, neuzeitlichen Mädchenbildung verschrieben hatten. Mit der Begründung "sie hab’ Klöster und Geistliche genug" widersetzte sich die Freiburger Bürgerschaft zunächst der Klostergründung. Als aber am 13. November 1696 die Ursulinerinnen ihren provisorischen Schulbetrieb eröffnen konnten, wurden sie bald akzeptiert und geschätzt. Mit der Errichtung des Gebäudekomplexes (1707-1710) an der Ecke der ehemaligen Egelgasse (heute Rathausgasse) zum Graben hin wurde das neue, nach der Tracht der Lehrfrauen "Schwarzes Kloster" genannte Ordens- und Schulgebäude zur festen Institution in Freiburg.
Kriegsverwüstungen bei den Belagerungen Freiburgs 1713 und 1744 und staatliche Regulative im 19. Jahr
hundert gipfelten schließlich in der Aufhebung der Klostergemeinschaft im Badischen Kulturkampf 1877. In der Folgezeit richtete die Stadt in dem Gebäude zunächst eine erweiterte Mädchenschule ein, später waren hier städtische Ämter untergebracht.
Im Auftrag der Adelhausenstiftung wurde das ehemalige Klostergebäude 1978 zur Einrichtung der Volkshochschule instandgesetzt. Bei den baulichen Maßnahmen wurden teilweise die durch die vielen Nutzungen bedingten Ein- und Umbauten rückgängig gemacht, alte Raumfolgen wiederhergestellt und die in wenigen Räumen erhaltene Stuckdekoration restauriert. 1997/98 erfolgte eine umfassende Konservierung und Restaurierung der ehemaligen Klosterkirche.
Ansprechpartnerin: Frau Aglaya Strauß
Deutschordensstrasse 2
79104 Freiburg
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