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Zwei kommunale Stiftungen unterstützen Studierende mit insgesamt rund 150.000 Euro pro Jahr
Erneut mehr Mittel und mehr Bewerber: Urkunden für 26 neue Stipendiatinnen und Stipendiaten
Für die Studierenden war es ein Festtag, der einen wichtigen Schritt in ihre Zukunft sichert, nämlich den Studienabschluss: gestern übergaben Oberbürgermeister Dieter Salomon, der auch Stiftungsratsvorsitzender der kommunalen Stiftungen ist, und Stiftungsdirektor Lothar A. Böhler 26 jungen Menschen aus aller Welt ihre Stipendienurkunde für das kommende Jahr. Insgesamt fördern die Dr.-Leo-Ricker-Stiftung und die Adelhausenstiftung damit im kommenden Jahr 46 Studierende und stellen dafür jährlich 153.000 Euro bereit. Die Übergabe fand aufgrund der großen Zahl der Stipendiatinnen und Stipendiaten in der Begegnungsstätte der Wohnanlage Kreuzsteinäcker statt.
„Mehr als 3,5 Millionen Euro aus den Stiftungserträgnissen sind bis heute Studierenden zu Gute gekommen“, betonte der Stiftungsratsvorsitzende Dieter Salomon. 2007 und 2008 wurden die Mittel jeweils aufgestockt. „Doch die Zahl der Bewerber wächst von Jahr zu Jahr mit“. Umso mehr beglückwünschte der Stiftungsratsvorsitzende diejenigen, die nun mit der Stipendienurkunde bis zu 400 Euro monatlich erhalten – meist für ein Jahr, manchmal weniger, maximal für zwei Jahre. „Sie sollen auf diese Weise Solidarität und eine Würdigung Ihrer bisherigen Leistungen erfahren“, betonte Salomon.
Rund 750 Studierende der Universität Freiburg, aber auch der Pädagogischen Hochschule und der Musikhochschule haben bislang ihr Studium oder ihre Doktorarbeit mit Unterstützung zweier kommunaler Stiftungen abgeschlossen: Seit 1970 unterstützt die Dr.-Leo-Ricker-Stiftung, seit Anfang der 1990er Jahre auch die Adelhausenstiftung Studierende, die zwar gute Studienergebnisse vorlegen können, aber finanziell dringend Unterstützung benötigen. Die Dr. Leo-Ricker-Stiftung widmet sich ausschließlich der Unterstützung „wenig bemittelter Studenten und Doktoranden der Universität Freiburg, die sich durch besonderen Studienfleiss auszeichnen", wie es in ihrer Satzung heißt. Die Adelhausenstiftung vergibt - gemäß ihrem Stiftungszweck - die Stipendien als eine Form der Bildungsförderung an junge katholische Frauen.
Die neuen Stipendiatinnen und Stipendiaten für 2010 kommen aus der Ukraine, Polen, Bosnien, Bulgarien, Georgien, Syrien, Kamerun, Russland, Deutschland, Tschechien, Frankreich, Irak, Südafrika, Israel, Argentinien, Korea, Jordanien, Tunesien und Benin. Auch die Studiengänge zeigen, dass Begabung und finanzielle Sorgen sich überall treffen können. Mit Hilfe der Stipendien werden Abschlüsse in Medizin, Informatik, Musik, Islamwissenschaft, Romanistik, Jura, Volkswirtschaftslehre, Politik, zum Lehramt für Grund- und Hauptschule, Germanistik, Osteuropäische Geschichte, Linguistik, Europäische Ethnologie, Kunstgeschichte sowie eine Promotion in Vorderasiatischer Archäologie möglich.
Die neuen Master-Studiengängen mit sehr viel gedrängteren Studienplänen machten es offenbar besonders schwer, den Lebensunterhalt zu sichern und gleichzeitig das Studium abzuschließen. Diesen Eindruck hat Stiftungsdirektor Lothar A. Böhler gewonnen. „Werden Sie Botschafter der Stiftungsidee, wenn Sie in Ihre Heimat zurückkehren“, appellierte Böhler an die Studierenden.
In der vergangenen Woche hatte die Vergabekommission die neuen Stipendiatinnen und Stipendiaten ausgewählt. Der Kommission gehörten die Stiftungsrätinnen Ellen Breckwoldt, Karin Seebacher und Irene Vogel sowie Birgit Woelki als stellvertretende Stiftungsratsvorsitzende beider Stiftungen an.
Rückfragen bitte an
Aglaya Strauß, Tel. 0761 – 2108-138
strauss.a@stiftungsverwaltung-freiburg.de







