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Donnerstag 02. September 2010:
Ein gewichtiges Stück Freiburger Frauengeschichte feiert Jubiläum
Hübsch und gehaltvoll: 300 Jahre St. Ursula-Kirche im Schwarzen Kloster.
Kommunale Adelhausenstiftung trägt Gebäude mitten in der Stadt und investierte seit 1997 rund 350.000 Euro allein in die Kirche.
Heute ist das Kloster das Zuhause der Volkshochschule und Altkatholischer Gemeinde.
Zur Kirchweih vor 300 Jahren lässt sich das Kleinod mit viel Rokoko und Nonnengruft bei Taschenlampenführungen, VHS-Vortrag und Gemeindefest entdecken.
Die Ursulinen, so scheint es heute, ließen sich vor mehr als 300 Jahren nicht aufhalten. Sie kamen im 17. Jahrhundert nach Freiburg, unterrichteten erfolgreich Mädchen, sammelten Spenden und bauten ein Kloster. Als Anfang des 19. Jahrhunderts die meisten Orden verweltlicht wurden, besuchten rund 1000 Schülerinnen die Schule der Ursulinen. Deren Kloster wurde erst 1877 säkularisiert, ihre schwarze Tracht hatte ihm den Namen gegeben.Heute ist das Schwarze Kloster seit mehr als 25 Jahren Heimat der städtischen Volkshochschule, in den Innenhof lockt derzeit das abendliche Sommernachtskino, die Ursula-Schulen betreibt das Erzbistum Freiburg und das Vermächtnis der bildungsengagierten Frauen wird von der kommunalen Adelhausenstiftung verwaltet und gepflegt. 2010 feiert nun die St. Ursula-Kirche direkt an der Rathausgasse ihre Kirchweih vor 300 Jahren. Die Kirche mit ihrer feinteilig-verspielten Rokoko-Ausstattung wurde vor mehr als zehn Jahren aufwändig restauriert, die Nonnengruft unter der Kirche beeindruckt noch heute die Besucher. Genutzt wird die Kirche heute von der altkatholischen Gemeinde Freiburgs. Diese feiert die Kirchweih am 19. September 2010 mit Gottesdienst und Gemeindefest – fast genau 300 Jahre nach der Schlüsselübergabe an die Ursulaschwestern am 15. September 1710. Trotz der wegen des Krieges provisorischen Kirchweihe nahmen die Nonnen des Schulordens damals Kloster und Kirche feierlich in ihren Besitz. Die Tradition der Ursulinen, die nicht nur eine Schule für Mädchen, sondern auch eine Sonntagsschule für erwachsene Frauen anboten, setzt sich noch heute fort. Die kommunale Adelhausenstiftung entstand aus der Zusammenführung mehrerer verweltlichter Freiburger Klöster und Schulorden. Ihr Stiftungszweck und somit die Verwendung der Stiftungserträge sind nach wie vor von der katholischen Herkunft geprägt. Mehr als 200.000 Euro gehen jedes Jahr an die Ursula-Schulen der Erzdiözese. Die Stiftung investiert aber auch viel in die Schulsozialarbeit, in Kooperation mit IN VIA, und vor allem in die Ausbildung von benachteiligten Mädchen. Rund 400.000 Euro fließen beispielsweise in diesem Jahr in das gemeinsam mit der Caritas aufgebaute Projekt „Auftakt“, das benachteiligten weiblichen Jugendlichen eine Ausbildung ermöglicht. Mit mehr als 75.000 Euro jährlich finanziert die Stiftung Stipendien für finanziell benachteiligte Studentinnen, etwa zum Abschluss ihrer Master- oder Doktorarbeit. Daneben geht ein erheblicher Teil der Mittel in die Bausubstanz der ehemals klösterlichen Gebäude. Derzeit wird das Adelhausenkloster saniert. Vor rund 30 Jahren investierte die Stiftung rund 6,5 Millionen Mark in das Schwarze Kloster, um das Gebäude zu erhalten und schuf so die Voraussetzung für den Einzug der Volkshochschule. Ende der 90er Jahre ließ die Adelhausenstiftung für 350.000 Euro Deckengemälde und Ausstattung der in Freiburg kunsthistorisch einzigartigen Ursula-Kirche sanieren.Die Geschichte von Kirche und Kloster hat viele Anekdoten zu bieten. Die charismatische Gründerin, Euphemia Dorer, sammelte enorme Spenden für das Kloster, und sie richtete sich auch nicht immer nach dem Stadtrat. Der hatte beispielsweise entschieden, dass Aufträge nur an Freiburger Handwerker vergeben werden dürften. Sie hatte die Kanzel jedoch bei einem Endinger Bildhauer bestellt. Der wurde dann bei der Lieferung prompt überfallen, die Kanzel zerstört. Sein zweites Werk wurde unter militärischem Schutz geliefert. Diese und viele andere Geschichten wird Peter Kalchthaler, Kunsthistoriker und Leiter des Museums für Stadtgeschichte, aus Anlass des 300. Jubiläums bei einer Veranstaltung der Volkshochschule am Dienstag, 12. Oktober, um 19 Uhr, in der Kirche St. Ursula erzählen. Bereits regelmäßig jeden Donnerstag bietet die Adelhausenstiftung eine eineinhalbstündige öffentliche Führung unter fachkundiger kunsthistorischer Leitung an, die – so schränkt Stiftungsdirektor Lothar A. Böhler ein – bislang allerdings vor allem von Touristen genutzt wird. Wer es besonders spannend haben will, hat im Jubiläumsjahr die Chance am 22., 23. oder 24. September um 21 Uhr an einer Taschenlampenführung des altkatholischen Pfarrers Gerhard Ruisch und der Kunsthistorikerin Katharina Schumann teilzunehmen.KontaktSusanne Taraschewski, Öffentlichkeitsarbeit, Tel. 0761/2108-130, taraschewski.s@stiftungsverwaltung-freiburg.de [mehr]
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Mittwoch 19. Mai 2010:
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Erleichterung für pflegende Angehörige mit „Grundkurs Kinästhetik“ [mehr]
Dienstag 11. Mai 2010:
Ausbildung – auch ohne Schulabschluss – zur staatlich anerkannten Alltagsbetreuerin
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Donnerstag 15. April 2010:
Exposés von Baugrundstücken zum Download
Neuer Service unserer Immobilienabteilung [mehr]
Donnerstag 08. April 2010:
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Dienstag 30. März 2010:
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Basis: die Ergebnisse der Studie zu Mädchengewalt in Freiburg
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Mittwoch 23. Dezember 2009:
Armenfonds schüttet 2010 Fördergelder von 76.700 Euro aus
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